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Patch 2.0.4 für Diablo III erschienen

Heute wurde auch in Europa der Patch 2.0.4 für Diablo III veröffentlicht. Vor allem der Kreuzritter hat eine einige Änderungen erfahren, was nicht verwunderlich ist, da er ja die jüngste der Klassen ist.

 

Die vollständigen Patchnotes könnt ihr hier durchlesen.

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Reaper of Souls – Was kann das neue Addon

Nachdem ich nun einige Spielstunden in das neue Diablo 3 Addon investiert und auch meinen Kreuzritter auf Level 70 gepumpt habe, ist es denke ich an der Zeit ein kleines Fazit abzugeben über Reaper of Souls.

 

Was ist anders, was ist neu?

Mächtige Rüstung und dicker Hammer - Der Kreuzritter

Mächtige Rüstung und dicker Hammer – Der Kreuzritter

Neu ist natürlich in erster Linie die neue Klasse, der Kreuzritter. Er ähnelt dem Paladin aus Diablo II und ist auf den Kampf mit Waffe und Schild ausgelegt. Dabei ist es ihm auch möglich durch einen Passivskill neben dem Schild eine Zweihandwaffe zu tragen. Einige Fähigkeiten erinnern ebenfalls stark an den Paladin. So kann der Kreuzritter zum Beispiel seinen Hammer werfen und hat 3 verschiedene Gebote zur Verfügung (Tapferkeit, Gerechtigkeit und Hoffnung), die, wie die Auren des Paladins, einen dauerhaften Bonus bringen und durch Aktivierung diesen noch verstärken.

 

abenteuermodus

Der Abenteuermodus kommt als Alternative zur Kampagne daher. Freigeschaltet durch durchspielen des fünften Aktes, ist er dann für jeden Charakter verfügbar, unabhängig vom Level

Ebenfalls neu ist der Abenteuermodus. Er soll wohl das Endgame von Diablo repräsentieren, auch wenn er, einmal freigeschaltet, auch neuen Charakteren zur Verfügung steht. Im Abenteuermodus geht es darum Kopfgelder zu sammeln, die auf bestimmte Bosse, Zwischengegner, Special-Mobs oder Events, die man aus dem Hauptspiel kennt, ausgesetzt sind. Fünf davon gibt es in jedem Akt. Um das ganze nicht zu einer Weltreise ausufern zu lassen sind alle Wegpunkte freigeschalten, und die die jeweils am nächsten zu einem Kopfgeld-Boss liegen auf der Weltkarte markiert. Sind die fünf Kopfgelder eines Aktes eingesammelt, geht es zurück in die Stadt wo Tyrael auf uns wartet und eine zusätzliche Belohnung vergibt. Diese besteht aus EP, Gold und einem Horadrischen Würfelchen. Das ist ein kleiner Behälter der beim Öffnen Edelsteine, Handwerksmaterialien und Items fallen lässt. Daneben gibt es die sogenannten Blutsplitter. Genau wie Gold werden diese als Währung dem Charakterübergreifenden Konto gutgeschrieben. Damit kann man sich bei einer Händlerin mit neuen Gegenständen ausstatten. Dabei kauft man aber nur den generellen Typ eines Gegenstandes, also eine Einhandwaffe, eine Zweihandwaffe, eine Brustrüstung, einen Ring oder ein paar Stiefel etc. Erinnert alles sehr an das gute alte Glücksspiel in Diablo II. Wem die Kopfgeldjagd zu viel wird, der kann sich mit Hilfe von 5 Fragmenten eines Schlüsstelsteins, welche man als Belohnung für Kopfgelder bekommt, einen Nephalemrift öffnen. Dieses führt euch in bekannte Regionen die allerdings völlig zufällig mit Gegnern bevölkert sind. Eine Anzeige füllt sich durch töten von Gegnern. Ist sie voll erscheint der Endboss des Rifts, der nochmal ordentlich Loot abwirft sowie eine erhebliche Menge Blutsplitter. Mit dem Abenteuermodus hat Blizzard eine wunderbar abwechslungsreiche Möglichkeit geschaffen auch nach Erreichen der Maximalstufe neues Equip zu farmen. Auch wenn zu bezweifeln ist, dass alte Farmrouten dadurch völlig unnütz werden.

 

Die zweite große Neuerung ist der fünfte Akt. Nach dem Tod Diablos, kommt man nun also nicht zu den Credits und dann ins Hauptmenü, sondern man trifft vor den Toren Westmarks ein, dem Schauplatz für den fünften Akt. Hier gilt es am Ende den ehemaligen Engel und jetzt Aspekt des Todes Malthael zu besigen. Der fünfte Akt ist sogar noch etwas schöner gestaltet als die bisherigen Akte. Die Gebiete sind weitläufig mit vielen Kellern, Löchern, etc. in denen man sich austoben kann. Und am Ende wartet dann noch ein kleiner Ausblick was uns wohl in einem kommenden Addon erwarten wird.

 

mystikerin

Myriam die Mystikerin. Ihr schaltet sie am Anfang des fünten Aktes frei. Danach ist sie für alle Charaktere verfügbar.

Die Reihen der Handwerker wurden auch erweitert. Die Mystikerin gesellt sich zu Schmied und Juwelenschleifer hinzu. Bei ihr könnt ihr euren Items ein anderes Aussehen verpassen. Oder ihr könnt ein Affix auf euerer Waffe durch ein anderes ersetzen lassen. Erhöhter Feuerschaden aber ihr benutzt lieber Kältezauber? Kein Problem. Die Mystikerin machts möglich. Die Kosten dafür sind zum Teil aber recht happig.

 

Kommen wir also zu den Änderungen durch Reaper of Souls. Das wichtigste dürfte wohl sein, dass das Maximallevel auf 70 angehoben wurde. Dadurch entsteht Raum der gefüllt werden muss. Dafür erhält jede Klasse eine weitere aktive Fähigkeit inklusive 5 Runen. Außerdem gibt es 3 neue passive Fähigkeiten sowie einen neuen passiven Fähigkeitenslot.

 

Bereits vor dem Addon wurden die Auktionshäuser abgeschaltet. Auch sonst sind Items nun nicht mehr handelbar, da alle legendären und Set-Gegenstände nun Accountgebunden sind. Einzige Ausnahme: Bis zu zwei Stunden nach dem Drop kann ein Item an die Spieler weitergegeben werden, die sich mit im Spiel befanden als es gedroppt ist.

 

Da der Loot bisher auch an die Möglichkeiten angepasst war, die sich durch das Auktionshaus boten, musste hier nun nachgebessert werden. Das hat Blizzard bereits mit dem Vorbereitungspatch vor dem Addon getan. Der großteil des Loots ist nun direkt auf den Charakter angepasst für den er gedroppt wird. So hat ein Dämonenjäger nun deutlich häufiger Geschicklichkeit auf seinem Loot, während die Zauberin eher Intelligenz bekommt. Auch solch kuriose Kombinationen wie Stärke auf einer Handarmbrust, die nur von Dämonenjägern getragen werden kann, sind nicht mehr möglich. Auch Legendarys sind nun deutlich verbessert, und droppen zudem viel häufiger als früher.

 

paragon

Vier Kategorien mit je vier Optionen – das neue Paragonmenü

Eine Überarbeitung hat auch das Paragonsystem erfahren. Während zuvor Jeder Charakter für sich mühsam gelevelt werden musste, sind die Paragonlevel jetzt Charakterübergreifend. Außerdem können jetzt auch aktiv Punkte verteilt werden. Mit jedem Level erhaltet ihr abwechselnd Punkte in einer von vier Kategorien. Dort gibt es wiederum jeweils vier Möglichkeiten auf die diese Punkte verteilt werden können. Ein wenig mehr Charakterindividualisierung also, auch wenn der Effekt relativ gering ist.

 

schwierigkeit

5 Schwierigkeitsgrade, Qual ist nochmal einstellbar von Qual 1-6

Last but not least, die Schwierigkeitsgrade. Während es früher noch Normal, Alptraum, Hölle und Inferno gab in denen die Gegner immer stärker wurden, passen sich die Gegner nun immer der Stufe des Gruppenführers an. Auf jedem Charakterlevel kann der Spieler nun zwischen den Schwierigkeitsgraden Normal, Schwer, Profi, Meister und Qual 1-6 wählen. Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Erfahrung und Gold gibt es, aber auch um so schwerer werden die Gegner. Zusätzlich gibt es auf Schwierigkeit Qual die Möglichkeit Gegenstände zu finden die in niedrigeren Stufen nicht droppen.

 

Fazit

Das Addon Reaper of Souls schmeißt vieles über den Haufen was bereits beim Release von Diablo III kontrovers diskutiert wurde. Die Veränderungen tun dem Spiel gut. Es kommt wieder öfter das gute alte Sammelfeeling von Diablo II auf, das wir im Hauptspiel so vermisst haben. Die eingefleischten Händler werden vielleicht das Auktionshaus vermissen, aber für den Großteil der Spielerschaft ist das neue Lootsystem ein Segen. Mit dem neuen Paragonsystem lassen sich auch endlich wieder Punkte verteilen. Der Umfang des Addons ist gut, wenn auch nicht überragend. Der fünfte Akt ist abwechslungsreich und bietet große Gebiete und viel zu entdecken. Der Kreuzritter spielt sich gut, im Vergleich mit dem Diablo II Addon Lord of Destruction, wo es zwei neue Klassen gab, fällt der Umfang in Reaper of Souls jedoch etwas mager aus. Durch den Abenteuermodus und darin enthaltene Nephalemrifts ist allerdings auch so genug zu tun.

Puzzlering

Itemdrop vom Flechtring Goblin

Definitiv eines meiner Lieblingsitems in Diablo 3: Der Flechtring. Nicht nur lässt er einen knuffigen kleinen Schatzgoblin erscheinen, der einem permanent hinterherläuft. Dieser kleine Racker sammelt auch noch fleißig alle weißen Items in der Nähe des Spielers ein. Hat er dann eine bestimmte Anzahl eingesammelt lässt er ein neues Item droppen. Dies kann wohl in 5-10% der Fälle ein Legendary sein. Ich hatte das noch nie so wirklich mitbekommen wenn ein Item gedroppt ist. Deshalb habe ich mich mal auf die Suche explizit nach weißen Items gemacht und mitgezählt. Das ganze habe ich in einem Video festgehalten.